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KN-Online: Narren im Rathaus empfangen

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit Seiner Tollität Prinz Marcus I. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Ilona I. In ihrer Mitte ist Kinderprinzessin Emma Katharina I.
Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit Seiner Tollität Prinz Marcus I. und Ihrer Lieblichkeit Prinzessin Ilona I. In ihrer Mitte ist Kinderprinzessin Emma Katharina I.

Narren im Rathaus empfangen

Einmal im Jahr empfängt Kiel hochoffiziell sein närrisches Volk. Dann muss der städtische Regent, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, den Schlüssel des Rathauses an die Tollitäten des Komitees Kieler Karneval übergeben. Diesmal: Seine Tollität Prinz Marcus I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Ilona I.

 

 

Sie übernehmen bis Aschermittwoch die Macht.

Mit Musik, Tanz und lustigen Reden hielten die Narren samt Garden und Gefolge pünktlich um 11.11 Uhr Einzug ins Rathaus. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer schlüpfte für den Empfang in die Rolle von Ulf, dem Baumeister. Und der hatte vom OB persönlich einen speziellen Auftrag im Gepäck: „Make Kiel great again“. Die Kieler seien jetzt ganz dicke mit den Amis. Beim Besuch in Kiel waren die „so fasziniert von unserer White Klappbridge und unserer Silikonförde, dass sie mit uns einen sister act geschlossen haben“, berichtete der Baumeister. Mit seinen Ideen möchte er die Stickoxide gering halten, sonst heißt Kiel „womöglich im Volksmund Kiel stinking city“. Auch die Bürgersteige, die in der Holstenstraße um 18 Uhr hochgeklappt werden, sind sein Ding nicht: Er möchte leere Ladenlokale an Singles vermieten. Und sein ganz großer Taum: Der Bau einer Kieler Golden Gate Bridge, die Strande mit Laboe verbindet.

Ganzjähriger Punschausschank?

Nach seinem Auftritt übergab Kämpfer dann im Ratssaal widerstandslos den großen Rathausschlüssel an den Prinzen, der sich mit der Verleihung seines Prinzenordens bedankte. Der Prinz hofft, dass die städtischen Regenten nun Zeit für einen Blick auf Kiel haben und nachdenken: „Die Innenstadt wurde verwandelt in ein Trümmerfeld. Ihr sperrt die Holstenbrücke und baut sie um für sehr viel Geld. Denkt bei dem teuren Bau auch an Feuerstätten, die erwärmen die Menschen, die dorthin sollen schwärmen. Denn es ist zugig und kaum ein Sonnenstrahl landet dort. Ein ganzjähriger Punschausschank wäre gut an diesem Ort.“

Letztes Update:

19.09.2018

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